Deutschland verpasst Frist für EU-Lohntransparenz – was jetzt folgt
Christoph Koch IIDeutschland verpasst Frist für EU-Lohntransparenz – was jetzt folgt
Deutschland hat die Frist zur Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie verpasst. Das Gesetz hätte eigentlich bis zum 7. Juni in Kraft treten sollen, doch Verzögerungen haben den Prozess zurückgeworfen. Behörden räumen nun ein, dass vor dem Inkrafttreten der Regelungen noch weitere Abstimmungen nötig sind.
Die EU-Lohntransparenzrichtlinie sollte Lohnungleichheiten zwischen Beschäftigten aufdecken. Sie verpflichtete die Mitgliedstaaten, Maßnahmen für eine klarere Gehaltsberichterstattung einzuführen. Das Bundesfamilienministerium sowie das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hatten bereits Vorarbeiten für die Gesetzgebung geleistet.
Trotz dieser Bemühungen verstrich die Frist am 7. Juni ohne Umsetzung. Die Behörden bestätigen, dass weitere Gespräche erforderlich sind, bevor die Richtlinie vollständig eingeführt werden kann. Die Verzögerung bedeutet, dass Arbeitnehmer:innen länger auf die versprochene Transparenz bei den Lohnstrukturen warten müssen.
Mit der verpassten Frist bleibt Deutschland hinter dem EU-Zeitplan für Lohngerechtigkeit zurück. Unternehmen und Beschäftigte müssen sich vorerst weiterhin an die bestehenden Regelungen halten, bis die Richtlinie endlich verabschiedet wird. Einen neuen Termin für die Umsetzung haben die Verantwortlichen bisher nicht genannt.






