CSU will Begleitetes Fahren ab 16 und härtere Kulturregeln durchsetzen
Laura ThanelCSU setzt sich für Führerschein ab 16 Jahren ein - CSU will Begleitetes Fahren ab 16 und härtere Kulturregeln durchsetzen
Die Christlich-Soziale Union (CSU) hat im Vorfeld ihrer Fraktionssitzung im Januar 2026 eine Reihe neuer Vorschläge vorgelegt. Zu den zentralen Änderungen gehört die Forderung, das Mindestalter für das begleitete Fahren auf 16 Jahre zu senken. Zudem setzt sich die Partei für schärfere Maßnahmen gegen Kulturveranstaltungen ein, die jüdische oder israelische Künstler ausschließen.
Der Entwurf für den Beschluss, der im bayerischen Seeon beraten werden soll, umfasst mehrere politische Kurswechsel, die junge Fahrer, Sprachbildung und die staatliche Förderung von Kunst betreffen.
Aktuell dürfen deutsche Jugendliche ab 17 Jahren begleitet Auto fahren – eine Regelung, die seit 2011 gilt. Die CSU plädiert nun dafür, dieses Alter auf 16 zu reduzieren. Alexander Hoffmann, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Parlament, unterstützt die Änderung mit dem Argument, dass junge Fahrer so früher praktische Erfahrung sammeln könnten.
In Ausnahmefällen schlägt die Partei zudem vor, das Alleinfahren bereits mit 17 zu erlauben – vorausgesetzt, der Fahrschüler hat ein volles Jahr begleitete Fahrpraxis ab 16 absolviert.
Neben den Reformen im Straßenverkehr fordert der CSU-Entwurf verbindliche Sprachstandstests für alle Vorschulkinder in Deutschland. Wer die Prüfung nicht besteht, müsste an integrativen Deutschkursen teilnehmen. Ziel ist es, die Sprachkompetenz der Kinder bereits vor Schulbeginn zu sichern.
In der Kulturpolitik bezieht die CSU eine klare Position: Sie verlangt einen vollständigen Boykott großer musikalischer oder künstlerischer Veranstaltungen, die jüdische oder israelische Teilnehmer ausschließen. Nach dem Vorschlag würde Deutschland solchen Events jede finanzielle Unterstützung entziehen, um seiner Haltung gegen Diskriminierung im Kulturbereich Nachdruck zu verleihen.
Sollten die Pläne angenommen werden, würden sie das Fahrrecht, die frühkindliche Bildung und die staatliche Kulturförderung grundlegend verändern. Die Vorhaben zielen darauf ab, Sprachtests zu verschärfen, jüngeren Teenagern mehr Fahrmöglichkeiten zu eröffnen und die Zusammenarbeit mit Veranstaltungen zu beenden, die jüdische oder israelische Künstler ausgrenzen. Die endgültigen Beschlüsse fallen auf der anstehenden Sitzung in Seeon.






