05 June 2026, 18:19

Christoph Harting wechselt vom Diskus in die Berliner Politik

Christoph Harting: "Links ist die richtige Wahl f"r mich"

Christoph Harting wechselt vom Diskus in die Berliner Politik

Der ehemalige Olympische Diskuswerfer-Christoph Harting steigt in die Politik ein: Als Kandidat der Linken tritt er bei den anstehenden Berliner Abgeordnetenhauswahlen an. Der 33-Jährige, der auch als Bundespolizist arbeitet, bewirbt sich im September um das Direktmandat im Lichtenberger Wahlkreis 1. Im Mittelpunkt seines Wahlkampfs stehen soziale Gerechtigkeit und seine Ablehnung der Berliner Olympiabewerbung, die er als nachteilig für den Breitensport kritisiert.

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Harting setzt sich seit Langem öffentlich für die Bekämpfung von Ungleichheit und den Erhalt der lokalen Sportinfrastruktur ein. Das Berliner Sportsystem beschreibt er als „eine Ruine – völlig heruntergewirtschaftet, vernachlässigt und sich selbst überlassen“. Einziger Vorteil der Olympiabewerbung sei seiner Meinung nach eine detaillierte Bestandsaufnahme der städtischen Sporteinrichtungen.

Sein politisches Engagement übt Harting ehrenamtlich aus – angetrieben von der Sorge über den wachsenden Zuspruch für die rechtspopulistische AfD. Als überzeugter Fürsprecher benachteiligter Gruppen vereint er seinen Wahlkampf mit seinem Polizeiberuf und seiner sportlichen Vergangenheit.

Als Direktkandidat in Lichtenberg will Harting etablierte Strukturen herausfordern. Seine Olympiakritik begründet er damit, dass die Bewerbung Ressourcen vom Alltagssport abziehe. Stattdessen fordert er politische Lösungen, die die jahrelange Vernachlässigung des lokalen Sports und die soziale Ungleichheit angehen.

Mit seiner Kandidatur bringt Harting eine prominente Stimme in die Berliner Wahldebatten ein. Sein Fokus auf Breiten- und Sozialsport steht im deutlichen Kontrast zu den olympischen Ambitionen der Stadt. Die Wahl im September wird zeigen, ob seine Anliegen bei den Lichtenberger Bürgerinnen und Bürgern Anklang finden.

Quelle