Chinas Außenminister Wang Yi reist zur Münchner Sicherheitskonferenz – was er dort verkünden wird
Laura ThanelChinas Außenminister Wang Yi reist zur Münchner Sicherheitskonferenz – was er dort verkünden wird
Chinas Außenminister Wang Yi wird nächste Woche zu hochrangigen Gesprächen nach Europa reisen. Seine Visite umfasst einen Zwischenstopp in Ungarn am 11. Februar, bevor er an der 62. Münchner Sicherheitskonferenz in Deutschland teilnimmt. Im Rahmen der Veranstaltung wird er auch eine Rede während der China-Sitzung der Konferenz halten.
Wang Yi, Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), hat in den vergangenen fünf Jahren eine Schlüsselrolle dabei gespielt, Chinas Haltung auf der Münchner Sicherheitskonferenz zu prägen. Durch Reden, staatliche Medien und offizielle Stellungnahmen haben chinesische Vertreter wiederholt eine multipolare Weltordnung gefordert. Sie kritisierten, was sie als US-Hegemonie bezeichnen, und lehnten die NATO-Erweiterung in Europa ab.
Gleichzeitig verteidigte China seine Politik in Regionen wie dem Südchinesischen Meer, Taiwan und Xinjiang. Zwar drängt Peking auf Dialog im Ukraine-Konflikt, lehnt aber westliche Sanktionen gegen Russland ab. Chinesische Diplomaten warben zudem für das Konzept einer "Gemeinschaft mit gemeinsamer Zukunft für die Menschheit" als Rahmen für globale Stabilität.
Die diesjährige Konferenz markiert Wang Yis jüngsten Auftritt bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Seine Rede wird voraussichtlich Chinas langjährige Positionen zu Sicherheit, Souveränität und internationaler Zusammenarbeit bekräftigen.
Der Besuch in Ungarn und Deutschland erfolgt zu einer Zeit, in der China weiterhin mit europäischen Führungskräften über Sicherheits- und Wirtschaftsfragen im Dialog steht. Wang Yis Teilnahme an der Münchner Konferenz bietet Peking eine weitere Plattform, um seine Vision für globale Governance darzulegen. Die Reise folgt einem Muster aktiver Diplomatie im Vorfeld großer internationaler Treffen.






