27 June 2026, 04:26

Bundeswehr-Reformen scheitern an Milliardenkosten und Personalmangel

Pistorius sieht weiterhin keinen Bedarf für die Einberufung

Bundeswehr-Reformen scheitern an Milliardenkosten und Personalmangel

Bundeswehr-Reformen: Steigende Kosten und Personalprobleme belasten Modernisierung

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Das deutsche Verteidigungsministerium sieht sich bei seinen Bemühungen zur Modernisierung der Bundeswehr mit steigenden Kosten und Personalengpässen konfrontiert. Eine aktuelle Überprüfung ergab, dass das Fregattenprojekt F126 mittlerweile über 18 Milliarden Euro kostet – eine Steigerung um 8 Milliarden Euro gegenüber dem ursprünglichen Budget. Verteidigungsminister Boris Pistorius hat sich zu diesen Herausforderungen geäußert und gleichzeitig die weiteren Pläne der Bundesregierung skizziert.

Die Kosten für das F126-Programm sind demnach auf über 18 Milliarden Euro explodiert, was einer Erhöhung um 8 Milliarden entspricht. Diese Zahlen kamen im Rahmen interner Haushaltsprüfungen ans Licht. Parallel dazu baut die Bundeswehr ihre Truppe aus, wobei die Regierung die Fortschritte genau beobachtet.

Pistorius bestätigte, dass eine allgemeine Wehrpflicht nicht wieder eingeführt werde, da es an Ausbildern und Infrastruktur fehle. Stattdessen setze man weiterhin auf das Freiwilligenmodell. Die Ampelkoalition habe vereinbart, dass bei einem künftigen Überhang an offenen Stellen im Vergleich zu qualifizierten Bewerbern gegengesteuert werde. Eine bedarfsabhängige Auswahlmusterung stehe derzeit jedoch nicht zur Debatte.

Um die Lieferketten zu stabilisieren, wurde ein Runder Tisch für die branchenübergreifende Zusammenarbeit eingerichtet. Pistorius forderte zudem eine stärkere Einbindung der Expertise von Automobilherstellern in die Rüstungsproduktion. Moderne Militärstärke hänge heute nicht nur von hoher Technologie ab, sondern auch von einer großen Zahl bezahlbarer Drohnen, so der Minister.

Das Ministerium hält vorerst am Freiwilligensystem fest. Gleichzeitig laufen Maßnahmen zur Kostenkontrolle und Sicherung der Lieferketten. Im Fokus bleiben technologischer Fortschritt und industrielle Kooperationen, um die Verteidigungsfähigkeiten zu stärken.

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