Bundesregierung plant gestaffelte Sommerferien für mehr Gerechtigkeit beim Reisen
Christina JunitzBundesregierung plant gestaffelte Sommerferien für mehr Gerechtigkeit beim Reisen
Christoph Ploß, der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, hat einen Plan vorgelegt, die Sommerferien der Bundesländer in Deutschland zeitlich zu staffeln. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Urlaubszeiten gerechter zu verteilen und so die Belastung für Unternehmen und Reisende gleichermaßen zu verringern. Ploß argumentiert, dass das aktuelle System – bei dem Bayern traditionell als letztes Bundesland in die Ferien startet – reformiert werden müsse, um Nachfrage und Kosten besser auszugleichen.
Bisher beginnen die Sommerferien in den meisten Bundesländern Ende Juni oder Anfang Juli. Ploß schlägt vor, einige Ferienzeiten bereits in den Juni vorzuziehen und andere bis in den September zu verlängern. Diese Rotation würde helfen, die Hauptreisezeiten zu entzerren und die Überlastung beliebter Reiseziele zu mildern.
Der Koordinator möchte zudem die langjährige Praxis beenden, dass Bayern als letztes Bundesland in die Sommerpause startet. Durch einen rotierenden Ferienplan könnten Familien leichter Unterkünfte buchen und von niedrigeren Preisen in der Hochsaison profitieren. Gleichzeitig würde die Maßnahme zu einer gleichmäßigeren Auslastung von Hotels, Restaurants und Sehenswürdigkeiten über die gesamten Sommermonate hinweg beitragen. Ploß betont, dass ein ausgeglichenerer Ferienkalender auch das Verhältnis der lokalen Bevölkerung zum Tourismus verbessern könnte: Weniger plötzliche Besucherstürme würden die Belastung für die Gemeinden verringern. Familien hätten zudem mehr Flexibilität bei der Reiseplanung und könnten die üblichen Andrang- und Preisspitzen in den Hauptferienwochen umgehen.
Konkrete Termine oder eine festgelegte Rotationsreihenfolge der Bundesländer enthält der Vorschlag bisher nicht. Sollte der Plan umgesetzt werden, würde dies einen Bruch mit dem bisherigen starren Ferienrhythmus bedeuten. Ploß’ Ziel ist es, ein System zu schaffen, das sowohl der Tourismusbranche als auch den Urlaubern in ganz Deutschland besser dient.






