BMW warnt vor Gewinneinbruch durch schwache Nachfrage in China
BMW gibt Gewinnwarnung nach starkem Einbruch auf Chinas Automarkt aus
Der bayerische Automobilkonzern BMW hat eine Gewinnwarnung herausgegeben, nachdem der chinesische Automarkt einen deutlichen Rückgang verzeichnete. Der neue Vorstandsvorsitzende Oliver Nedeljković sieht sich bereits früh in seiner Amtszeit mit großen Herausforderungen konfrontiert, da die Absatzzahlen sinken. Positive Entwicklungen in Europa und den USA konnten die Verluste im asiatisch-pazifischen Raum nicht ausgleichen.
Im Mai 2024 brachen die Neuzulassungen in China im Vergleich zum Vorjahresmonat um 22 Prozent ein. Der Wandel im Markt war deutlich: Rein elektrische Fahrzeuge erreichten einen Marktanteil von 42,21 Prozent, während Verbrenner nur noch auf 37,1 Prozent kamen. Erstmals setzten sich die zehn meistverkauften Modelle ausschließlich aus Batterie-elektrischen Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden zusammen.
Chinesische Hersteller festigten ihre Dominanz auf dem heimischen Markt und steigerten ihren Anteil auf 68,7 Prozent. BMW, das stark von Verbrennermodellen abhängig ist, musste daraufhin Rückgänge bei Absatz und Margen hinnehmen. Der Branchenanalyst Ferdinand Dudenhöffer kritisierte das Unternehmen dafür, frühere Chancen im sich wandelnden Markt nicht genutzt zu haben.
Der Konzern rechnet nun damit, dass sich die Lage in China im Laufe des Jahres weiter verschlechtern wird. Besonders anfällig ist BMW wegen der nachlassenden Nachfrage nach seinen traditionellen Verbrennermodellen, die im Wettbewerb mit elektrischen Alternativen zunehmend ins Hintertreffen geraten.
Die Gewinnwarnung unterstreicht die anhaltenden Schwierigkeiten des Unternehmens auf dem chinesischen Automarkt. Der rasante Aufstieg der Elektrofahrzeuge und die Vorherrschaft lokaler Hersteller haben die Absatzzahlen der Verbrenner stark belastet. Die Aussichten für den Rest des Jahres 2024 bleiben ungewiss, während sich der Markt weiter verändert.
