Betrüger missbrauchen Namen des FC Bayern für dreiste Senioren-Abzocke
Christina JunitzBetrüger missbrauchen Namen des FC Bayern für dreiste Senioren-Abzocke
Welle von raffinierten Betrugsmaschen überrollt Senioren in Bayern
In den vergangenen zwei Wochen hat eine Serie perfider Betrugsversuche ältere Bürger in ganz Bayern getroffen. Betrüger, die sich als Bankmitarbeiter ausgeben, haben ihre Opfer dazu gebracht, EC-Karten und PINs herauszugeben – mit Verlusten in Höhe mehrerer tausend Euro. Die Polizei ruft nun die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf und bittet um Meldung verdächtiger Anrufe.
Die Masche beginnt mit einem Anruf einer Person, die vorgibt, bei der FC Bayern München zu arbeiten. Den Opfern wird mitgeteilt, es gebe verdächtige Aktivitäten auf ihrem Konto. Um das "Problem zu lösen", schicken die Betrüger angebliche Bankvertreter zu den Opfern nach Hause, um die EC-Karte zu "prüfen". Im Vertrauen auf die Täuschung übergeben die Geschädigten freiwillig ihre Karten und PINs.
In einigen Fällen gehen die Kriminellen noch weiter: Sobald die Opfer merken, dass sie hereingelegt wurden, rufen die Betrüger erneut an – diesmal geben sie sich als Polizisten aus. Sie behaupten, den Betrug zu untersuchen, und verlangen Wertgegenstände wie Schmuck oder Bargeld zur "sicheren Verwahrung". Bestätigte Vorfälle gab es in Unterfranken, der Rhön-Region, in Schweinfurt sowie im Landkreis Miltenberg, darunter in Röllbach.
Die Kriminalpolizei Würzburg hat die Ermittlungen in allen Fällen übernommen. Zudem wird ein ähnlicher Betrugsversuch in Thannhausen (Landkreis Günzburg) vom 28. Oktober 2025 geprüft, bei dem sich die Täter als Beamte ausgaben, die vor "gefälschten Bankmitarbeitern" warnen. Durchsuchungen im Zusammenhang mit dem Fall fanden am 4. Februar 2026 in Günzburg und Umgebung statt.
Personen mit Hinweisen werden gebeten, sich umgehend unter der Nummer 49 931 457-1732 an die Kriminalpolizei Würzburg zu wenden.
Bisher erbeuteten die Betrüger mehrere tausend Euro von schutzbedürftigen Senioren. Die Polizei ermittelt intensiv, warnt jedoch, dass die Täter weiterhin auf freiem Fuß sind. Die Bevölkerung wird dringend darauf hingewiesen, niemals Bankdaten preiszugeben oder Karten an unbekannte Anrufer herauszugeben – egal wie glaubwürdig diese auch auftreten mögen.






