Berlin und Brandenburg planen gemeinsame Bewerbung für die Expo 2035
Christina JunitzBerlin und Brandenburg planen gemeinsame Bewerbung für die Expo 2035
Berlin und Brandenburg treiben ihre Pläne voran, sich gemeinsam um die Ausrichtung der Weltausstellung 2035 zu bewerben. Der bereits seit Langem unter regionalen Führungskräften diskutierte Vorschlag gewinnt an Fahrt, da beide Länder die Machbarkeit des globalen Großereignisses prüfen. Als Hauptstandort für die mögliche Expo wurde ein Gelände in der Nähe des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) identifiziert.
Über eine Bewerbung für die Expo wird in Berlin bereits seit Jahren gesprochen, wobei die Unterstützung aus Politik und Wirtschaft stetig wächst. Die lokale Wirtschaft hat bereits Vorarbeit geleistet und die Idee in eine formelle Prüfphase überführt. Kürzlich drängte die SPD auf konkrete Schritte, woraufhin die Koalitionsspitzen einen strukturierten Bewertungsprozess einleiteten.
Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey übernimmt nun die Federführung bei den Vorbereitungen der Bewerbung. Gemeinsam mit Brandenburg wird Berlin die Voraussetzungen, Risiken und Chancen des Projekts analysieren. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe soll die Evaluation bis Oktober abschließen, um sicherzustellen, dass eine mögliche Entscheidung auf soliden finanziellen, infrastrukturellen und organisatorischen Grundlagen beruht.
Regierender Bürgermeister Kai Wegner betont die potenziellen Vorteile einer Bewerbung, darunter nachhaltiges Infrastrukturwachstum, wirtschaftliche Impulse und eine höhere internationale Sichtbarkeit. Der Großteil des vorgesehenen Geländes liegt in Brandenburg, was die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern unterstreicht. Bis Oktober wollen beide Regierungen einen gemeinsamen Entscheidungsrahmen finalisieren.
Der Erfolg der Bewerbung hängt von einer detaillierten Bewertung ab, die bis zum Herbst vorliegen soll. Bei einer Zustimmung könnte die Expo langfristige Entwicklungsimpulse für die Region Berlin-Brandenburg bringen. Die Verantwortlichen werden die Ergebnisse sorgfältig abwägen, bevor sie sich verbindlich für eine offizielle Kandidatur 2035 entscheiden.






