Benteler übernimmt Ioki – wie die Deutsche Bahn ihr autonomes Spin-off abgibt
Christina JunitzAutomotive supplier Benteler buys DB's mobility subsidiary Ioki - Benteler übernimmt Ioki – wie die Deutsche Bahn ihr autonomes Spin-off abgibt
Die Deutsche Bahn (DB) hat ihre Tochterfirma für autonomes Mobilitätsmanagement, Ioki, an den Automobilzulieferer Benteler verkauft. Der Deal wurde am 5. Januar 2026 in Salzburg und Frankfurt bekannt gegeben, wobei das genaue Übernahmedatum noch nicht feststeht. Beide Unternehmen unterzeichneten die Vereinbarung am Montag, doch finanzielle und operative Details wurden nicht veröffentlicht.
Ioki war im Oktober 2017 von der deutschen bahn als digitaler Dienstleister für Städte und Verkehrsbetriebe gegründet worden. Das Unternehmen spezialisiert sich auf bedarfsgerechte Verkehrsangebote, datenbasierte Verkehrsplanung und betriebliche Simulationen. Im Laufe der Jahre entwickelte es sich zu einem der erfolgreichsten Spin-offs der deutschen bahn, beschäftigt über 100 Mitarbeiter und unterstützt weltweit mehr als 200 Verkehrsnetze. Seine Software wird von rund zehn Millionen Fahrgästen genutzt.
2023 sorgte Ioki für Schlagzeilen, als es in Bad Birnbach (Bayern) die erste vollständig fahrerlose Buslinie in Betrieb nahm. Die Plattform und Routing-Technologie des Unternehmens ermöglichen die Integration von On-Demand-Diensten in den klassischen bahnverkehr. Bentelers Mobilitätssparte konzentriert sich hingegen auf Flottenmanagement und Finanzierung, während die Tochtergesellschaft Holon autonome Fahrzeuge produziert. Mit der Übernahme plant Benteler, Ioki mit Holon zusammenzuführen. Das fusionierte Unternehmen soll ein Komplettpaket für autonome Mobilität anbieten – von der Fahrzeugproduktion über das Flottenmanagement bis hin zur digitalen Infrastruktur. Der in Salzburg und Paderborn ansässige Konzern will damit seine Position im wachsenden Markt für selbstfahrende Verkehrslösungen stärken.
Die Übernahme bedeutet einen Wechsel in der Eigentümerschaft Iokis von der deutschen bahn zu Benteler. Die neue Struktur vereint Fahrzeugbau, Flottenbetrieb und digitale Verkehrsplattformen unter einem Anbieter. Weitere Details zur Integration wurden von den Unternehmen bisher nicht bekannt gegeben.






