01 February 2026, 04:59

Bayerns Moore in Gefahr: 40 Prozent der Flächen könnten bis 2050 verschwinden

Grüne Umgebung umgibt das Gebiet mit Wiesen am unteren Bildrand.

Experte: Landwirtschaft auf Mooren hat Grenzen - Bayerns Moore in Gefahr: 40 Prozent der Flächen könnten bis 2050 verschwinden

Bayerns Moore stehen vor einer wachsenden Krise: Jahrzehntelange Trockenlegung für Landwirtschaft und Torfabbau fordern ihren Tribut. Experten warnen, dass bis zu 40 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Moorflächen innerhalb der nächsten 30 Jahre durch Absackungen verschwinden könnten. Nun will die Landesregierung bis 2040 ein Viertel dieser lebenswichtigen Ökosysteme renaturieren.

Jahrzehntelang wurden Moore entwässert, um Platz für Ackerbau und Torfgewinnung zu schaffen. Heute sind nur noch 10 Prozent der ursprünglichen bayerischen Moore intakt – 90 Prozent wurden umgewandelt. Die Folgen sind dramatisch: Schon in 15 Jahren könnte ein Viertel der genutzten Moorflächen für die herkömmliche Landwirtschaft unbrauchbar sein.

Die bayerische Staatsregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 ein Viertel der Moorflächen wiederzuvernässen. Bisher wurden rund 2.500 Hektar – etwas mehr als 1 Prozent der insgesamt 220.000 Hektar – renaturiert. Diese Bemühungen passen zum Welttag der Feuchtgebiete am 2. Februar, der jährlich auf den Schutz dieser Lebensräume aufmerksam macht.

Die Wiedervernässung trockengelegter Moore könnte Landwirten neue Perspektiven eröffnen. Statt klassischer Feldfrüchte könnten sie durch Paludikultur feuchtliebende Pflanzen anbauen, die Rohstoffe für Papier, Baustoffe oder sogar den Klimaschutz liefern – indem sie CO₂ im Boden binden.

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Ohne Gegenmaßnahmen wird die Absackung der Moore weiter voranschreiten und sowohl die Landwirtschaft als auch die Ökosysteme bedrohen. Die Pläne der Landesregierung zielen darauf ab, diese Landschaften langfristig zu sichern und Landwirten nachhaltige Alternativen zu bieten. Gelingt dies, könnten Flächen erhalten, Emissionen reduziert und neue wirtschaftliche Chancen geschaffen werden.