Bayern zieht Bilanz: Fast 10.000 abgewehrte Einreisen durch Grenzkontrollen seit September 2024
Christoph Koch IIBayern zieht Bilanz: Fast 10.000 abgewehrte Einreisen durch Grenzkontrollen seit September 2024
Bayern führte im September 2024 wieder vorübergehende Grenzkontrollen an allen seinen Schengen-Landgrenzen ein. Der Schritt sollte die innere Sicherheit stärken und irreguläre Migration eindämmen. Neue Daten zeigen nun die Auswirkungen dieser Maßnahmen in den folgenden Monaten auf.
Am 16. September 2024 weitete die Bundespolizei in Bayern die Grenzkontrollen auf die Landgrenzen zu Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Dänemark aus. An den Grenzen zu Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz gab es bereits seit Längerem Kontrollen. Die Entscheidung folgte auf Bedenken wegen unerlaubter Einreisen und sogenannter Sekundärmigration.
Zwischen dem 16. September 2024 und dem 2. Februar 2025 registrierten die Beamten tausende Vorfälle. In diesem Zeitraum wurden insgesamt 9.820 Personen die Einreise verweigert oder sie wurden nach einem illegalen Grenzübertritt zurückgewiesen. Die Zahlen stammen von der Bundespolizeidirektion München, die monatliche Statistiken von Januar 2021 bis Dezember 2024 veröffentlichte.
Die Daten umfassen Erstaufzeichnungen bis Dezember 2024, ergänzt durch zusätzliche Meldungen aus einem Sondererfassungssystem. Die Behörden wiesen darauf hin, dass es noch zu geringfügigen Anpassungen kommen könnte, etwa durch nachgemeldete Fälle oder laufende Qualitätsprüfungen. Bundesweite Statistiken der Bundespolizeipräsidiums sind online für weitere Nachforschungen verfügbar.
Die Maßnahmen führten in weniger als fünf Monaten zu fast 10.000 Fällen von verweigerten oder zurückgewiesenen Einreisen. Die Behörden begründen die Kontrollen als notwendige Maßnahme, um Migrationsströme zu steuern und die Sicherheit zu gewährleisten. Der vollständige Datensatz, einschließlich historischer Vergleiche, bleibt über offizielle Kanäle abrufbar.






