Bayerische Mediengruppe plant radikale Umstrukturierung mit Stellenabbau und Zentralisierung
Christina JunitzBayerische Mediengruppe plant radikale Umstrukturierung mit Stellenabbau und Zentralisierung
Großer Umbruch bei bedeutender bayerischer Mediengruppe: Stellenabbau und Zentralisierung geplant
Bei einer der führenden Mediengruppen Bayerns steht ein umfassender Umstrukturierungsprozess bevor, der mit Stellenstreichungen und einer Zentralisierung der Abläufe einhergeht. Der seit Mitte 2025 amtierende Vorstandsvorsitzende Axel Wüstmann hat die geplanten Änderungen vorgestellt, die vor allem die Investitionsfähigkeit des Unternehmens stärken sollen. Die Reformen folgen auf eine Reihe von Rückschlägen für den regionalen Journalismus in der Region, darunter Entlassungen bei der Nürnberger Presse.
Die Mediengruppe, die jährlich rund 450 Millionen Euro umsetzt, strafft ihre Strukturen im Rahmen eines neuen Programms mit dem Titel „Gruppenbildung und Effizienzsteigerung“. Bis zum 1. Januar 2026 soll eine zentrale Abteilung namens pd.Service & Technology entstehen. In dieser Einheit werden die Bereiche IT, Finanzen & Controlling, Personalwesen, Einkauf & Nachhaltigkeit sowie Recht & Compliance gebündelt – mit einem Team von etwa 300 Mitarbeitenden.
Die Stellenreduzierung soll vor allem über natürliche Fluktuation und frühzeitige Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen erfolgen. Wüstmann bezeichnete die Personalanpassungen als notwendig, um Mittel für zukünftige Investitionen freizusetzen. Trotz der Einschnitte verzeichnen die digitalen Plattformen der Gruppe weiterhin monatlich rund 50 Millionen Besuche und 80 Millionen Seitenaufrufe.
Die Printmedien des Verlages erreichen täglich 1,3 Millionen Leserinnen und Leser bei einer Gesamtauflage von 450.000 Exemplaren. Die Zusammenlegung der Service- und IT-Abteilungen an allen drei Standorten ist Teil einer breiter angelegten Strategie zur Effizienzsteigerung.
Die Umstrukturierung wird die Arbeitsabläufe der Mediengruppe grundlegend verändern – die neue Zentralabteilung soll Anfang 2026 an den Start gehen. Mit den Maßnahmen versucht das Unternehmen, Kosteneinsparungen mit weiterem Wachstum im digitalen Bereich in Einklang zu bringen. Wie sich die Veränderungen auf den regionalen Journalismus in Bayern auswirken, bleibt abzuwarten.






