15 May 2026, 22:29

Batteriespeicher macht E-Auto-Laden schneller und günstiger als das Stromnetz erlaubt

Elektrofahrzeug-Ladestation mit der Beschriftung "V2G Fast Charger" mit B├Ąumen und einem Geb├Ąude im Hintergrund bei klarem blauem Himmel.

Batteriespeicher macht E-Auto-Laden schneller und günstiger als das Stromnetz erlaubt

Ein neues Microgrid-Projekt zeigt, wie batteriegestütztes Laden Kosten senkt und die Effizienz steigert

Die Energielösung GmbH arbeitete gemeinsam mit ADS-TEC Energy an der Installation eines ChargePost-Systems an einer öffentlichen Ladestation in Regensburg. Die Technologie ermöglicht schnelleres Laden, ohne dass teure Aufrüstungen des Stromnetzes erforderlich sind.

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Das Projekt wurde am Hauptsitz von Bayernwerk durchgeführt, wo Forscher der Technischen Hochschule Ingolstadt drei verschiedene Ladesysteme testeten. Zwei davon waren herkömmliche Schnelllader mit Leistungen von 150 kW bzw. 50 kW. Das dritte System war eine ChargePost von ADS-TEC Energy, die mit einem 201-kWh-Batteriespeicher bis zu 300 kW liefern kann.

Alle drei Ladesäulen waren an einen begrenzten Netzanschluss mit nur 125 kW angeschlossen – eine Einschränkung, die normalerweise die Leistung von Schnellladestationen begrenzt. Dank des Batteriespeichers konnte die ChargePost jedoch deutlich mehr Leistung bereitstellen, als das Netz allein liefern könnte. Tests bestätigten, dass das System mehrere Fahrzeuge gleichzeitig laden kann, selbst bei Spitzenlast, indem es Lastspitzen ausgleicht.

Die Praxisergebnisse zeigten zudem wirtschaftliche Vorteile: Durch die Begrenzung von Lastspitzen und den gezielten Strombezug zu optimalen Zeiten senkte die ChargePost die jährlichen Betriebskosten um mehrere tausend Euro. Das System lässt sich sogar in bestehende Energiemanagementsysteme integrieren und ermöglicht Betreibern eine zentrale Steuerung der Stromverteilung.

Das Projekt beweist, dass batteriegestütztes Laden hohe Leistung ohne kostspielige Netzerweiterungen bieten kann. Betreiber erhalten damit eine Möglichkeit, schnelles Laden auch mit begrenzter Infrastruktur anzubieten – und das bei geringeren Kosten. Die Erkenntnisse könnten die zukünftige Planung öffentlicher Ladeinfrastrukturen prägen.

Quelle