Asterix karikiert Boris Pistorius als römischen Zenturio im neuen Band
Christina JunitzWarum Boris Pistorius in der neuen 'Asterix'-Geschichte auftritt - Asterix karikiert Boris Pistorius als römischen Zenturio im neuen Band
Der neueste Asterix-Band, Asterix in Lusitanien, sorgt für Gesprächsstoff – diesmal wegen einer humorvollen Anspielung auf den deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius. Der Politiker taucht als römischer Zenturio auf, der nicht nur seinen Namen trägt, sondern dem Übersetzer zufolge auch eine "verblüffende" Ähnlichkeit aufweist. Damit führt die Serie ihre lange Tradition fort, reale Persönlichkeiten in ihre witzigen Geschichten einzubauen.
Das Comic-Abenteuer stammt aus der Feder von Fabcaro und wurde von Didier Conrad illustriert, die damit das Erbe von Albert Uderzo und René Goscinny bewahren – die Schöpfer von Asterix und Obelix, die 1959 erstmals in Erscheinung traten.
Der betreffende Charakter, ein römischer Zenturio, trägt in der deutschen Übersetzung den Namen Pistorius. Im französischen Original heißt er Nouvelopus – ein Wortspiel, das so viel wie "Neues Projekt" bedeutet. Sein Aussehen jedoch ist unverkennbar an Boris Pistorius angelehnt, inklusive einer Ähnlichkeit, die der Übersetzer als frappierend hervorhebt.
Nicht zum ersten Mal karikiert Asterix politische Persönlichkeiten. Frühere Bände nahmen sich bereits Figuren wie den ehemaligen französischen Ministerpräsidenten Laurent Fabius oder den italienischen Politiker Silvio Berlusconi auf die Schippe. Der Name des Zenturios im Französischen, Caius Obelix, spielt mit der römischen Geschichte (in Anlehnung an Gaius Julius Caesar) und verbindet dies humorvoll mit dem gallischen Helden Obelix. Die deutsche Ausgabe passte dies zu Gaius Obelix an – eine kleine orthografische Anpassung für mehr lateinische Authentizität.
Auch der britische Komiker Ricky Gervais diente als Inspirationsquelle für das Design der Figur, was die für die Serie typische Mischung aus Satire und Wortwitz unterstreicht. Trotz der Niederlage des Pistorius-Pendants im Comic betonen die Macher, dass die Darstellung keine politische Absicht oder Herabwürdigung verfolge.
Die Zusammenarbeit von Fabcaro und Conrad garantiert, dass die Geschichte dem Geist des Originals treu bleibt. Seit seinem Debüt 1959 verbindet Asterix auf unnachahmliche Weise Geschichte, Humor und klug platzierte Anspielungen – und ist damit ein fester Bestandteil der frankobelgischen Comic-Kultur.
Der neue Asterix-Band führt die Tradition der leichten Satire fort, diesmal mit einem römischen Zenturio, der Boris Pistorius nachempfunden ist. Name und Design der Figur zeigen einmal mehr, wie gekonnt die Serie Wortspiele, historische Bezüge und zeitgenössische Anspielungen vereint. Die Leser dürfen sich auf den gewohnten Witz und Charme freuen, der Asterix seit über sechs Jahrzehnten auszeichnet.






