22 January 2026, 03:08

Aschaffenburg gedenkt 2025 der Novemberpogrome mit Vorträgen und Führungen

Ein Plakat für die Bayreuther Festspiele 1938, das eine zentrale Figur und eine Gruppe von Menschen zeigt, umgeben von Text mit Festivalinformationen.

Aschaffenburg gedenkt 2025 der Novemberpogrome mit Vorträgen und Führungen

Aschaffenburg gedenkt im November 2025 mit einer Veranstaltungsreihe der Opfer der Novemberpogrome 1938

Das Programm umfasst Vorträge, Führungen und eine zentrale Gedenkfeier. Vom 7. bis 9. November bieten die Veranstaltungen Gelegenheiten zur Reflexion und Auseinandersetzung mit jüdischer Geschichte und Kultur.

Die Gedenkreihe beginnt am 7. November um 19:00 Uhr mit einem Vortrag von Dr. Florian Gernot Stickler, der über Leben und Werk der Dichterin Mascha Kaléko, einer der bedeutendsten jüdischen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts, sprechen wird.

Am 8. November findet um 14:00 Uhr eine Führung unter dem Titel „Vom Toraschrein zum Rucksack: Jüdische Geschichte und Kultur in Aschaffenburg“ statt. Teilnehmer können dabei bedeutende Orte des jüdischen Erbes in der Stadt erkunden.

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Der Höhepunkt der Veranstaltungen ist am 9. November: Das Museum für Jüdische Geschichte und Kultur öffnet von 10:00 bis 16:00 Uhr seine Türen. Um 17:00 Uhr führt Anja Lippert, M.A., eine öffentliche Führung durch die Geschichte der Aschaffenburger jüdischen Gemeinde. Es folgt um 18:00 Uhr am Wolfsthalplatz die zentrale Gedenkveranstaltung mit musikalischen Beiträgen.

Am Abend, um 19:30 Uhr, hält Prof. Dr. Joachim Scholtyseck im Storchennest, Schönborner Hof, einen historischen Vortrag. Darin analysiert er die Biografien und Rollen führender NS-Funktionäre wie Adolf Hitler, Joseph Goebbels und Hermann Göring sowie deren Nachkriegsrezeption.

Die Veranstaltungen werden von der Stadt Aschaffenburg in Kooperation mit lokalen Kultur- und Bildungseinrichtungen organisiert.

Ziel der Reihe ist es, das Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome 1938 zu wahren. Durch Vorträge, Führungen und Gedenkfeiern soll historisches Bewusstsein gestärkt und der öffentliche Dialog gefördert werden. Alle Veranstaltungen sind öffentlich und ohne Voranmeldung zugänglich.