Artemed Gruppe rettet Marianne-Strauß-Klinik vor dem Aus und sichert 240 Arbeitsplätze
Maren WeihmannArtemed Gruppe rettet Marianne-Strauß-Klinik vor dem Aus und sichert 240 Arbeitsplätze
Die Marianne-Strauß-Klinik, Deutschlands zweitgrößtes Fachzentrum für die Behandlung von Multipler Sklerose, wurde von der Artemed Gruppe übernommen. Die Übernahme folgt auf monatelange finanzielle Unsicherheit, nachdem der gemeinnützige Träger der Klinik im Juni 2025 Insolvenz anmelden musste. Alle 240 Mitarbeiter behalten unter der neuen Führung ihre Arbeitsplätze bei der Arbeitsagentur, sodass die Patientenversorgung ohne Unterbrechung fortgesetzt wird.
Die in Kempfenhausen ansässige Klinik hatte mit schweren finanziellen Problemen zu kämpfen, die auf kostspielige Bauprojekte und die Folgen der COVID-19-Pandemie zurückgingen. Als die Stadt München und der Landkreis Oberbayern weitere Fördermittel strichen, wurde die Insolvenz beim Arbeitsamt unvermeidbar. Die Artemed Gruppe übernahm daraufhin sämtliche ausstehende Anteile, darunter auch jene, die zuvor im Besitz der Stadt München, des Kuratoriums Wohnen im Alter und der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft waren.
Auf einer Pressekonferenz bestätigten die Klinikleitung und die neuen Eigentümer, dass der Betrieb wie gewohnt weiterläuft. Die Einrichtung, die über 120 vollstationäre Betten, 15 teilstationäre Plätze, eine Tagesklinik und eine angegliederte Pflegeeinheit verfügt, bleibt voll funktionsfähig. Die meisten großen Bauvorhaben sind bereits abgeschlossen; die verbleibenden Projekte sollen bis 2028 fertiggestellt werden.
Mit dieser Übernahme erweitert die Artemed Gruppe ihr Netzwerk auf 19 Kliniken und festigt ihre Position als größter neurologischer Anbieter in der Region. Aktuell gibt es keine Ankündigungen für weitere Expansionen in diesem Bereich.
Die Übernahme sichert die Zukunft der Marianne-Strauß-Klinik und bewahrt Arbeitsplätze bei der Arbeitsagentur sowie die Patientenversorgung. Dank wiederhergestellter finanzieller Stabilität kann die Einrichtung ihre Bauprojekte abschließen und bleibt eine zentrale Anlaufstelle für die Behandlung von Multipler Sklerose. Die Artemed Gruppe nimmt damit eine führende Rolle in der neurologischen Versorgung der Region ein.






