Apotheker protestieren bundesweit für faire Vergütung und gegen Labor-Streichung
Maren WeihmannApotheker protestieren bundesweit für faire Vergütung und gegen Labor-Streichung
Apotheker in ganz Deutschland bereiten sich auf große Proteste am 23. März vor
Der Apothekerverband Nordrhein (AVNR) hat Kollegen aufgerufen, sich an Kundgebungen in mehreren Städten – darunter Düsseldorf, Berlin, München und Hannover – zu beteiligen. Im Rahmen der bundesweiten Aktion werden zahlreiche Apotheken für den Tag schließen.
Die Demonstration in Düsseldorf beginnt um 12 Uhr auf dem Burgplatz und dauert voraussichtlich bis etwa 13 Uhr. Teilnehmer sollen sich ab 11 Uhr versammeln. Der AVNR bittet Apotheker, zahlreich zu erscheinen – idealerweise im weißen Kittel gemeinsam mit ihren Teams.
Der Verband fordert eine Erhöhung der Festzuschläge auf 9,50 Euro pro Rezeptur und lehnt Pläne für eine "Apotheke ohne Labor" oder "ohne Apotheker" entschieden ab. Solche Modelle würden nach Ansicht der Organisatoren die beruflichen Standards aushöhlen. Protestmaterialien und Kundeninformationen sind auf der Kampagnenwebsite "Nulltarif" abrufbar; vor Ort gibt es weitere Unterlagen.
Der AVNR zeigte sich zuversichtlich, dass die Behörden das Demonstrationsrecht der Apotheker respektieren werden. Die Proteste sind Ausdruck wachsender Unzufriedenheit mit der Finanzierungssituation und den Arbeitsbedingungen in der Branche.
Die Kundgebungen gelten als seltene Einheitsshow der deutschen Apotheker. Durch die Schließung vieler Betriebe soll Druck für fairere Vergütungen und bessere Arbeitsbedingungen aufgebaut werden. Das Ergebnis könnte die künftigen Verhandlungen zwischen Berufsstand und Politik prägen.






