Apotheken Umschau" verlässt Facebook – und setzt auf Instagram als neue digitale Heimat
Laura ThanelApotheken Umschau" verlässt Facebook – und setzt auf Instagram als neue digitale Heimat
"Apotheken Umschau", eines der bekanntesten Gesundheitsmagazine Deutschlands, verlässt Facebook nach 70 Jahren Printgeschichte. Die Entscheidung folgt auf einen Rückgang der Nutzerinteraktion auf der Plattform – der Verlag setzt künftig stattdessen auf Instagram. Der letzte Facebook-Beitrag des Magazins löste bei den 183.000 Followern starke Reaktionen aus.
Das Magazin erschien erstmals 1954 und verkauft heute rund 5,08 Millionen Exemplare pro Monat. Zum Portfolio des Verlages gehören zudem Titel wie Diabetes Ratgeber, Senioren Ratgeber, Medizini und Eltern. Trotz des Erfolgs im Printbereich hatte der Verlag in den letzten Jahren mit sinkender Reichweite auf Facebook zu kämpfen.
Dr. Dennis Ballwieser, Vorstandsvorsitzender der Wort & Bild Verlagsgruppe und Chefredakteur des Magazins, bestätigte den Schritt. Er verwies auf die bessere Interaktionsqualität und Diskussionen auf Instagram, wo die "Apotheken Umschau" bereits etwa 93.300 Follower zählt. Der letzte Facebook-Post bedankte sich bei den Unterstützern, löste aber über 110 Kommentare aus – viele Nutzer zeigten sich enttäuscht oder verunsichert. Künftig wird der Verlag ausschließlich auf Instagram aktiv sein und seine Social-Media-Aktivitäten vollständig dorthin verlagern.
Der Facebook-Ausstieg markiert einen strategischen Wandel für das traditionsreiche Gesundheitsmagazin. Mit einer starken Print-Leserschaft und einer wachsenden Instagram-Präsenz konzentriert sich das Magazin nun auf die Interaktion über diesen Kanal. Die Entscheidung spiegelt allgemeine Trends im Nutzungsverhalten und in der Medienlandschaft wider.






