AOK Bayern: Technischer Fehler blockiert tausende elektronische Patientenakten
Christoph Koch IIAOK Bayern: Technischer Fehler blockiert tausende elektronische Patientenakten
Ein technischer Fehler während eines Systemupdates hat bei der AOK Bayern etwa 6.400 elektronische Patientenakten vorübergehend unzugänglich gemacht. Der Krankenversicherer bestätigte das Problem, betonte jedoch, dass dabei keine Daten verloren gegangen oder kompromittiert worden seien.
Das Problem trat während einer geplanten Migration des elektronischen Patientenakten-Systems (ePA) der AOK Bayern auf. Ein Fehler eines IT-Dienstleisters führte dazu, dass die Dateien – die etwa 0,14 Prozent der Versicherten betreffen – gesperrt wurden.
Betroffene Versicherte wurden von der AOK Bayern umgehend informiert. Der Versicherer riet ihnen, sich bei dringendem Bedarf an vorherige medizinische Unterlagen direkt an ihren Arzt, ihr Krankenhaus oder ihre Apotheke zu wenden.
In Zusammenarbeit mit IT-Spezialisten und der gematik, der für die digitale Gesundheitsinfrastruktur zuständigen Organisation, konnte die AOK Bayern die gesperrten Akten wiederherstellen. Die Dateien wurden im neuen System neu angelegt und blieben während des gesamten Prozesses verschlüsselt. Behörden bestätigten, dass zu keinem Zeitpunkt unbefugte Dritte auf die Daten zugegriffen hätten.
Die ePA-Akten sind für die Betroffenen nun wieder voll funktionsfähig. Die AOK Bayern schloss einen Sicherheitsvorfall aus und versicherte, dass die Patientendaten trotz der vorübergehenden Störung stets geschützt blieben. Bei anderen deutschen Krankenkassen sind in den vergangenen zwei Jahren keine ähnlichen Vorfälle gemeldet worden.






