Anonymer Brief erschüttert Städtisches Theater Fürth: Toxisches Arbeitsklima vorgeworfen
Laura ThanelAnonymer Brief erschüttert Städtisches Theater Fürth: Toxisches Arbeitsklima vorgeworfen
Ein anonymer Brief hat am Städtischen Theater Fürth für Aufsehen gesorgt: Darin wird der Intendantin, Dr. Silvia Stolz, vorgeworfen, ein toxisches Arbeitsklima zu fördern. Die Vorwürfe beschreiben eine Kultur der Angst und psychischen Belastung – doch bisher hat sich kein Mitarbeiter öffentlich mit Namen zu den Anschuldigungen bekannt.
Dr. Silvia Stolz leitet das Theater seit November 2023. Seither verzeichnet die Einrichtung starke Besucherzahlen: Allein in der Spielzeit 2024/2025 wurden über 100.000 Gäste gezählt und mehr als 95.000 Tickets verkauft.
Der namenlose Brief, der angeblich 25 festangestellte Mitarbeiter vertritt, zeichnet jedoch ein völlig anderes Bild: Er wirft dem Theater vor, von Misstrauen und emotionalem Stress geprägt zu sein. Der Dramaturg Udo Eidinger stellte jedoch die Glaubwürdigkeit des Schreibens infrage – schließlich habe sich niemand persönlich zu den Vorwürfen bekannt.
Eidinger betonte zudem die laufende Arbeit des Theaters: Die Vorbereitungen für eine anstehende Premiere seien in vollem Gange. Er beschrieb ein Team, das sich trotz Verunsicherung bei einigen Mitarbeitern engagiert seinen Aufgaben widme. Unterdessen sprach sich der Theaterbeirat Maurice Schönleben (SPD) öffentlich für Stolz aus und nannte die Entwicklung des Hauses seit 2023 „beachtlich“. Er lobte ihre Bemühungen, das Theater stärker mit der Stadt zu vernetzen und für das Publikum zugänglicher zu machen.
Trotz der Kontroverse läuft der Spielbetrieb weiter – die geplanten Produktionen werden wie vorgesehen realisiert. Die Vorwürfe bleiben unbestätigt, während Führungskräfte und Teile der Belegschaft betonen, das Theater blühe unter Stolz’ Leitung auf. Die Situation wirft jedoch Fragen zur Arbeitsmoral und der künftigen Atmosphäre am Städtischen Theater Fürth auf.






