30 December 2025, 04:55

Andreas Wellingers enttäuschender Tournee-Auftakt: Nur Platz 49 in Oberstdorf

Eine Person führt einen Stunt auf einem Skateboard in der Mitte des Bildes aus, mit Pflanzen, anderen Menschen und einem Ozean im Hintergrund.

Andreas Wellingers enttäuschender Tournee-Auftakt: Nur Platz 49 in Oberstdorf

Andreas Wellinger mit enttäuschendem Auftakt zur Vierschanzentournee in Oberstdorf

Andreas Wellinger hat einen holprigen Start in die Vierschanzentournee in Oberstdorf hingelegt und landete im Eröffnungsspringen nur auf Platz 49. Sein Sprung über 110,5 Meter war der zweitkürzeste des Tages – einzig Teamkollege Constantin Schmid kam mit 109 Metern noch weniger weit. Der deutsche Athlet verpasste damit die Qualifikation für die zweite Runde und lieferte eine enttäuschende Leistung ab.

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Wellinger gab offen zu, mit seiner Technik zu kämpfen. Er fehlte ihm die Energie beim Absprung, und er habe kein Gefühl für den Sprung gehabt, so der 28-Jährige. Werner Schuster, ehemaliger Bundestrainer, nannte einen zentralen Fehler: Wellingers Anlaufhaltung sei zu hoch gewesen, was vermutlich seine Geschwindigkeit und Stabilität beeinträchtigt habe.

Experten sehen darüber hinaus grundsätzliche Herausforderungen. Der Skisprung-Legende Sven Hannawald zufolge fehlt Wellinger die früher so flüssige, natürliche Bewegung, die ihn in seinen besten Zeiten auszeichnete. Die neuen FIS-Regeln zu den Anzügen – die Kompression wurde von 50 auf 35 Prozent reduziert, zudem ist nun eine einheitliche Dehnbarkeit vorgeschrieben – zwingen die Athleten zu Anpassungen in der Technik. Diese Änderungen haben Wellingers bewährten V-Stil zunächst durcheinandergebracht und seine Weiten in den ersten Wettbewerben des Winters beeinträchtigt.

Trotz des Rückschlags bleibt Wellinger auf Erholungskurs. Die anstehenden Olympischen Spiele dienen ihm als starke Motivation, die Saison noch zu wenden. Nun richtet er seinen Blick auf das nächste Springen in Garmisch-Partenkirchen, wo er sowohl technische als auch mentale Hürden überwinden will.

Wellingers frühes Ausscheiden in Oberstdorf unterstreicht die Schwierigkeiten, sich an neue Regeln anzupassen und die Technik zu verfeinern. Der nächste Wettbewerb wird zeigen, ob Anpassungen in Anlauf und Ausrüstung seine Form zurückbringen können. Angesichts der nahenden Olympischen Spiele ist der Druck, sich zu verbessern, größer denn je.