Alabali-Radovan warnt vor Abschiebungsdebatten: "Syrer leisten bereits ihren Beitrag"
Christina JunitzAlabali-Radovan warnt vor Abschiebungsdebatten: "Syrer leisten bereits ihren Beitrag"
Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan kritisiert Debatten über Abschiebungen von Syrern
Die deutsche Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat die anhaltenden Diskussionen über die Abschiebung von Syrien scharf kritisiert. Solche Debatten schürten ihrer Meinung nach unnötige Verunsicherung bei Menschen, die längst einen Beitrag für die Gesellschaft leisteten. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen einer Veranstaltung zum Jubiläum der Plattform „Neuer Aufbruch für Syrien“.
Bei dem Treffen betonten Teilnehmer ihre langjährige Arbeit beim Wiederaufbau Syriens. Viele hoben hervor, wie tief sie mittlerweile in Deutschland verwurzelt seien, ohne dabei die Unterstützung für ihre Heimat aus den Augen zu verlieren. Alabali-Radovan lobte ihr Engagement als „konkret“ und „erfolgreich“ – und das seit vielen Jahren.
Die Ministerin kündigte zudem an, die syrische Diaspora künftig enger in die deutsche Entwicklungspolitik einzubinden. Ihr Fachwissen könne eine Schlüsselrolle in zukünftigen Projekten spielen, so Alabali-Radovan. Gleichzeitig unterstrich sie, dass diese Menschen auch für Deutschland selbst unverzichtbar seien.
Deutlich zeigte sich die Ministerin verärgert über Forderungen, Syrier müssten „endlich“ zum Wiederaufbau ihres Landes beitragen. Sie verwies darauf, dass viele dies bereits seit Jahren täten – sowohl aus dem Ausland als auch von Deutschland aus.
Ihre Aussagen fallen in eine Phase, in der die Debatten über Zwangsrückführungen weitergehen. Alabali-Radovan setzt stattdessen auf praktische Zusammenarbeit statt auf Abschiebungsdiskussionen. Die Bundesregierung will vorerst die Verbindung zwischen den Kompetenzen der Diaspora und Entwicklungsprogrammen stärken.






