AfD vor CDU – doch Kommunalwahlen zeigen überraschende Schwächen der Rechtspopulisten
Christina JunitzAfD vor CDU – doch Kommunalwahlen zeigen überraschende Schwächen der Rechtspopulisten
Deutschlands politische Landschaft verschiebt sich, während die rechtspopulistische AfD in bundesweiten Umfragen zulegt. Die Partei liegt nun zwei bis drei Prozentpunkte vor der Union aus CDU und CSU. Doch aktuelle Kommunalwahlen zeichnen ein uneinheitliches Bild – in ostdeutschen Schlüsselregionen musste die AfD Rückschläge hinnehmen.
Unterdessen widmet sich ein Politik-Podcast dem Aufstieg der Partei und den Folgen für die Zukunft des Landes.
Im Landkreis Uckermark setzte sich die amtierende CDU-Kandidatin Karina Dörk klar gegen ihren AfD-Herausforderer Felix Teichner durch. Während ihres Wahlkampfs mied Dörk symbolträchtige Debatten, etwa über die sogenannte „Brandmauer“ gegen die AfD. Stattdessen betonte sie ihre Bilanz und Sachkompetenz.
In Ostdeutschland zeigt die AfD eine durchwachsene Performance: Trotz starker Umfragewerte – 41 Prozent in Sachsen-Anhalt und 36 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern – gewann die Partei in diesem Jahr nur zwei von 26 Bürgermeister- und Landkretswahlen. Das deutet auf lokalen Widerstand gegen ihren bundesweiten Aufwärtstrend hin.
Auf nationaler Ebene profitiert die AfD jedoch nicht primär vom Rückgang der Union. Die meisten ehemaligen CDU/CSU-Wähler scheinen sich stattdessen linken Parteien zuzuwenden oder planen, der Wahl fernzubleiben. Die jüngste Folge von „Bundestalk“, einem wöchentlichen Politik-Podcast, analysiert diese Entwicklungen und diskutiert Strategien gegen den AfD-Zulauf. Die Sendung ist auf Spotify, Deezer, iTunes und der Website des Verlags verfügbar.
Während die AfD in bundesweiten Umfragen führt, kämpft sie auf kommunaler Ebene mit Niederlagen. Die anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern werden zeigen, ob sich ihre Umfragewerte in reale Macht umsetzen lassen. Der jüngste CDU-Sieg in der Uckermark belegt indes, dass etablierte Parteien durch pragmatische Regierungsarbeit weiterhin Boden gutmachen können.






