27 April 2026, 16:30

Adidas erhöht Löhne – doch der Tarifkonflikt mit IG BCE spitzt sich zu

Logo der Nationalen Frauengewerkschaftsbundesliga, das zwei Frauen in traditioneller Kleidung zeigt, die nebeneinander stehen und jeweils ein gelbes Banner mit 'Frauenarbeit' in fetter Schrift halten, eingerahmt von einem weißen Rand.

Gewerkschaft will Adidas zurück an den Tarifbindung drängen - Adidas erhöht Löhne – doch der Tarifkonflikt mit IG BCE spitzt sich zu

Adidas kündigt Lohnerhöhungen für deutsche Belegschaft an – doch der Konflikt mit der IG BCE eskaliert

Adidas hat Lohnerhöhungen für seine Beschäftigten in Deutschland angekündigt, doch die Spannungen mit der Gewerkschaft IG BCE verschärfen sich weiter. Ab Dezember 2025 erhalten die Mitarbeiter Gehaltserhöhungen zwischen 3 und 4,5 Prozent sowie einmalige Sonderzahlungen. Die Entscheidung des Konzerns, das branchenweite Tarifsystem zu verlassen, hat jedoch scharfe Kritik und Drohungen mit Arbeitskampfmaßnahmen ausgelöst.

Der Streit begann, als Adidas aus dem Flächentarifvertrag für die Branche austrat. Die IG BCE bezeichnete diesen Schritt als unnötig und stufte die Begründung des Unternehmens als "Unsinn" ein. Adidas warf der Gewerkschaft daraufhin "reinen Populismus" vor und behauptete, deren Vorgehen schade dem Ruf der Marke.

Die Gewerkschaft lehnt die aktuelle Entgeltstruktur von Adidas ab – obwohl das Unternehmen über den vereinbarten Tarifen liegt. Auch die jüngste Lohnerhöhung, die über den branchenweit ausgehandelten Sätzen liegt, wies die IG BCE zurück. Stattdessen schlug sie einen Haustarifvertrag vor, was Adidas jedoch ablehnte.

Nun will die IG BCE den Konflikt weiter zuspitzen. Arbeitskampfmaßnahmen sollen eingeleitet werden, um Adidas über das internationale Netzwerk der Gewerkschaft unter Druck zu setzen. Zudem soll das deutsche Lieferkettengesetz als Hebel genutzt werden. Adidas hingegen betont, dass seine Vergütungspakete weiterhin attraktiv und wettbewerbsfähig seien.

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Eine Einigung im Tarifstreit ist derzeit nicht in Sicht. Zwar erhalten die Beschäftigten ab Dezember 2025 höhere Löhne und Boni – doch mit drohenden Arbeitskämpfen bleiben beide Seiten in der Frage der Tarifbindung unversöhnlich.

Quelle