ADAC fordert schnellere Führerscheinreform: Kürzere Wartezeiten und weniger Kosten
Christina JunitzADAC fordert schnellere Führerscheinreform: Kürzere Wartezeiten und weniger Kosten
Der ADAC drängt auf schnellere Reformen des Führerscheinsystems in Deutschland. Die geplanten Änderungen sollen bereits in der ersten Hälfte 2026 umgesetzt werden – deutlich früher als im aktuellen Zeitplan der Bundesregierung vorgesehen. Ziel der Vorschläge ist es, Wartezeiten zu verkürzen, Kosten zu senken und das Prüfungsverfahren zu vereinfachen.
Mitte Oktober 2025 hatte Verkehrsminister Patrick Schnieder zentrale Reformen für das Führerscheinsystem vorgestellt. Die Pläne sollen auf der Verkehrsministerkonferenz im Frühjahr 2026 finalisiert werden. Bei Zustimmung würde das Gesetz anschließend das parlamentarische Verfahren durchlaufen, wobei eine Umsetzung frühestens Anfang 2027 möglich wäre – vorausgesetzt, die Abstimmung mit den Bundesländern verläuft reibungslos.
Der ADAC kritisiert diesen Zeitplan als zu zögerlich. Der Verband schlägt vor, die Dauer der praktischen Prüfung auf 25 Minuten zu halbieren, um mehr Tests durchführen zu können. Dadurch ließen sich lange Wartezeiten abbauen und die Kosten für Fahrschüler reduzieren. Zudem plädiert der ADAC dafür, die Anzahl der Theorie-Fragen von über 1.200 auf 750 zu verringern – ohne die Verkehrssicherheit zu beeinträchtigen, aber mit einer spürbaren Vereinfachung des Verfahrens.
Während der Verband die Digitalisierung des Theorieunterrichts befürwortet, lehnt er eine verpflichtende Online-Schulung ab. Bedenken des TÜV, der technischen Prüforganisation, weist der ADAC als übertrieben zurück. Stattdessen betont er, dass die Reformen die Führerscheinvergabe effizienter gestalten würden, ohne die Sicherheit im Straßenverkehr zu gefährden.
Falls die Änderungen beschlossen werden, könnten Fahrschüler künftig von kürzeren Wartezeiten und geringeren Kosten profitieren. Der Regierungsplan sieht jedoch vor, dass die neuen Regeln frühestens Anfang 2027 in Kraft treten. Der ADAC bleibt derweil bei seiner Forderung nach einer zügigeren Einführung und strebt eine Umsetzung der Reformen bis Mitte 2026 an.






