Abschied vom künstlerischen Leiter der Berliner Philharmoniker – eine Ära endet
Christoph Koch IIAbschied vom künstlerischen Leiter der Berliner Philharmoniker – eine Ära endet
Die Berliner Philharmoniker haben ein Fußballspiel in Peking gewonnen. Das Ereignis weckte bei einem Autor Erinnerungen – an die erste Begegnung mit dem künstlerischen Leiter des Orchesters, die genau dort stattfand. Für den Direktor endete das Treffen jedoch alles andere als angenehm.
Der Autor traf den künstlerischen Leiter erstmals bei jenem Fußballmatch in Peking. Dass der Schriftsteller anwesend war, missfiel dem Direktor sichtlich. Es blieb nicht die einzige Spannung in ihrer Beziehung.
Unter der Führung des künstlerischen Leiters erlebte das Orchester elf erfolgreiche Jahre. In dieser Zeit wurde Kirill Petrenko zum Chefdirigenten berufen. Der Direktor prägte nicht nur den Klang und das Profil des Orchesters, sondern setzte sich auch gegen die Sparmaßnahmen Berlins zur Wehr.
Trotz dieser Erfolge wird sein Vertrag nicht verlängert. Der Direktor verlässt das Orchester, noch bevor die geplante Umstrukturierung vollends greift. In Salzburg hat unterdessen bereits die Suche nach einem neuen künstlerischen Leiter begonnen – der ab Herbst 2027 seine Arbeit aufnehmen soll.
Sein Abschied markiert das Ende einer Ära für die Berliner Philharmoniker. Sein Einfluss auf Klang und Ausrichtung des Orchesters bleibt dennoch prägend. Die Suche nach einem Nachfolger läuft nun an anderer Stelle.
