600 Jahre Tradition: Feldgeschworene feiern ihr historisches Erbe in Horbach
Christina Junitz600 Jahre Tradition: Feldgeschworene feiern ihr historisches Erbe in Horbach
Hunderte Feldgeschworene versammelten sich in Horbach, um einen historischen Meilenstein zu feiern. Die Tradition, die auf eine 600-jährige Geschichte zurückblickt, zählt zu den ältesten freiwilligen Ämtern Bayerns. Ein Granitdenkmal wurde enthüllt, um das langjährige Brauchtum zu ehren.
Die Wurzeln der Feldgeschworenen reichen bis ins Jahr 1426 zurück, als die Tradition in Langenzenn entstand. Diese auf Lebenszeit berufenen Amtsträger tragen dazu bei, die örtliche Ordnung und die Grenzen von Grundstücken zu wahren. Zu ihren Aufgaben gehören das Kennzeichnen von Grenzpunkten sowie die Unterstützung der Vermessungsbehörden.
Heute gibt es in Bayern rund 25.000 Feldgeschworene, viele davon in Franken. Die auch als Siebener bekannte Rolle fördert zudem Frieden und nachbarschaftliches Miteinander. 2016 wurde die Tradition in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Die Veranstaltung in Horbach würdigte sowohl das Jubiläum als auch die wachsende Vielfalt des Amtes. Mittlerweile bekleiden auch Frauen diese Position – ein Zeichen für den Wandel der Tradition.
Das Granitdenkmal steht als dauerhafte Erinnerung an das Erbe der Feldgeschworenen. Ihre Arbeit unterstützt weiterhin lokale Gemeinschaften und bewahrt historische Grenzen. Die Feierlichkeiten unterstreichen die anhaltende Bedeutung dieser jahrhundertealten Tradition.






