49-Euro-Ticket startet später: Bayerns Blockade verzögert günstigen Nahverkehr bis März
Maren Weihmann49-Euro-Ticket startet später: Bayerns Blockade verzögert günstigen Nahverkehr bis März
Start des 49-Euro-Deutschlandtickets verzögert sich erneut – Bayern blockiert Einführung im Januar
Die Einführung des 49-Euro-Deutschlandtickets erleidet eine weitere Verzögerung, nachdem Bayern sich geweigert hat, im Januar teilzunehmen. Kerstin Celina, Grünen-Abgeordnete im bayerischen Landtag, wirft der CSU vor, die flächendeckende Einführung des Tickets zu blockieren. Pendler müssen nun bis zum 1. März auf den günstigen Nahverkehrstarif warten.
Eigentlich sollte das Deutschlandticket bereits im Januar 2023 starten und für 49 Euro monatlich bundesweites Fahren ermöglichen. Doch Bayern, regiert von der CSU, boykottiert das Vorhaben – und verschiebt den Start damit auf März. Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) hält stattdessen einen Preis von 69 Euro für angemessener.
Bund und Länder hatten sich darauf verständigt, die jährlichen Kosten von drei Milliarden Euro je zur Hälfte zu tragen. Bernreiter besteht jedoch darauf, dass beide Seiten die vollen Ausgaben vor Bayerns Beitritt absichern müssen. Ungeklärt bleibt unter anderem, wie sich das Ticket auf bestehende Ermäßigungen für Studierende auswirken wird.
Für Pendler verspricht das Ticket erhebliche Ersparnisse: Ein Monatsabo zwischen Würzburg und Schweinfurt kostet derzeit 220 Euro – mit dem Deutschlandticket würde dieselbe Strecke nur noch 49 Euro kosten, eine Ersparnis von 171 Euro pro Monat.
Durch die Verzögerung müssen Fahrgäste nun zwei weitere Monate auf die günstigeren Tarife warten. Bayerns Boykott hat den Starttermin auf den 1. März verschoben, während Fragen zur Finanzierung und zu Studentenrabatten weiterhin offen sind. Die Zukunft des Tickets hängt nun von weiteren Verhandlungen zwischen Bund und Ländern ab.






