07 February 2026, 19:00

4.000 Weilheimer protestieren gegen AfD-Pläne für neues Parteibüro

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude und hält Schilder und Plakate in die Höhe, während zwei Personen im Vordergrund sitzen und ein Müllcontainer rechts zu sehen ist, während sie bei einer Protestaktion in Deutschland protestieren, wobei Gebäude, Fenster, Lichter und Schilder im Hintergrund zu sehen sind.

"Kein Popcorn für Nazis" - Demonstration in Weilheim - 4.000 Weilheimer protestieren gegen AfD-Pläne für neues Parteibüro

Tausende Menschen versammelten sich am Samstag in Weilheim, um gegen die Pläne der rechtsextremen AfD für ein neues Büro und eine Veranstaltungshalle zu protestieren. Rund 4.000 Demonstranten füllten den Marienplatz, was zu dessen vorübergehender Sperrung wegen Überfüllung führte. Die Kundgebung, organisiert vom Bündnis Wir in Weilheim, richtete sich gegen die wachsende Präsenz der Partei in der Stadt.

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Auslöser des Protests war die Entscheidung der AfD, ein ehemaliges Kino in Weilheim als Stützpunkt für politische Aktivitäten anzumieten. Die Parteimitglieder Benjamin Nolte, der bei der Kommunalwahl am 8. März für das Amt des Landrats kandidiert, und Gerrit Huy reichten am 15. Januar offiziell die Nutzungsanzeige ein. Viele Demonstranten trugen Schilder mit direkter Ablehnung der AfD-Pläne, darunter prangte der Slogan Demokratie braucht Mut. Jetzt!

Weilheims Bürgermeister Markus Loth sprach die Menge an und warnte, dass der AfD-Veranstaltungsort Unruhe und Unsicherheit in die Gemeinde bringen werde. Die örtliche Polizei unterstützte die Demonstration und sorgte für einen geordneten Ablauf. Anders als bei dieser Veranstaltung gab es in den vergangenen zwei Jahren in keiner anderen deutschen Stadt vergleichbare Proteste gegen AfD-Büros oder -Veranstaltungen, wie aus verfügbaren Aufzeichnungen hervorgeht.

Die Kundgebung stellte eine seltene Großdemonstration gegen die lokale Ausbreitung der AfD dar. Da Nolte für das Amt des Landrats kandidiert, wird die Präsenz der Partei in Weilheim voraussichtlich ein umstrittenes Thema bleiben. Die hohe Teilnehmerzahl deutet auf starken lokalen Widerstand gegen die Aktivitäten der rechtsextremen Gruppe in der Stadt hin.