120 Meter Straße entfachen Regensburger Verkehrskrieg um Radwege und Autofahrer
Christoph Koch II120 Meter Straße entfachen Regensburger Verkehrskrieg um Radwege und Autofahrer
"Fahrer als Bösewichte abgestempelt": 120 Meter Straße entfachen Glaubenskrieg um Verkehrspolitik
Teaser: Die Sperrung eines Straßenabschnitts für Autos löst im Regensburger Stadtrat eine hitzige Debatte über die Verkehrspolitik aus. Ein Thema, das den Wahlkampf prägen wird.
11. Dezember 2025, 12:16 Uhr
Ein nur 120 Meter langer Straßenabschnitt in Regensburg hat eine erbitterte Diskussion über Verkehrsprioritäten ausgelöst. Die Georg-Herbst-Straße, derzeit eine beliebte Abkürzung für Autofahrer, soll künftig zu einer Hauptroute für Radfahrer umgewandelt werden. Der Plan spaltet die Politik: Trotz massiver Widerstände der CSU hat der Stadtrat die Umgestaltung beschlossen.
Die schmale, einspurige Straße ist Teil des Regensburger Radwegenetzes, stellt jedoch ein Risiko für Radfahrer, Rollstuhlnutzer und Familien mit Kinderwagen dar. Autofahrer nutzen sie häufig als Schleichweg, was die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer gefährdet. Eine Verbreiterung der Straße scheiterte an angrenzenden Grundstücken und den hohen Kosten.
Mit der Sperrung der Georg-Herbst-Straße für den Autoverkehr entsteht dort ein reiner Radweg. Die Maßnahme soll die Sicherheit für den nicht motorisierten Verkehr erhöhen, stößt aber auf Kritik wegen längerer Fahrzeiten für Autofahrer. Wann die Änderung in Kraft tritt, wird der nächste Stadtrat entscheiden.






